Hier das vielleicht bemerkenswerteste
Fotozitat der letzten Zeit

Kritik an Militarismusfreundlichkeit sich christlich nennender Amtskirchen
Gehorsam, Verfilzung Kirche-Staat, Reichskonkordat, Militärseelsorge, Soldatengebetbuch,
Militarismus, Neomilitarismus, Toeten, Streiter Christi, Gottes Kaempfer

1973 - 2003
30 Jahre Verlag

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Meine persönlichen Anmerkungen zu diesem Foto-Zitat:

»Damen und Herren, hochverehrtes Publikum, liebe Gäste, Schaulustige, Nachdenkliche ohne Scheuklappen und Unsensibilisierte mit Scheuklappen, hier sehen Sie, was Sie noch nie gesehen haben oder was Sie schon immer gesehen haben oder was Sie nicht sehen sollen oder was Sie nicht sehen wollen oder was nur ein vorurteilsloser Zeitgenosse durchschaut,

ein phantastisch brauchbares Bild-Zitat zum vorstellbaren Titel »Ansicht einer harmonischen, staatlich-christlichen Verbindung, Verbrüderung, Verkumpaneiung, Verfilzung und siamesischen Verwachsung von sich offensichtlich in freundlichster Zuneigung zugetanen Brüdern,

in absoluter Konkordanz prächtigste Zusammenherzigkeit demonstrierend,


einvernehmlich aus dem förchterlichen, aber äusserst raffinierten sowie gerissen eingefädelten Nazi-Reichskonkordat hitlerscher sprich nationalsozialistisch-faschistischer Machart (sowie exquisiter, vatikanischer Raffinesse) von 1933 (vermutlich dem ältesten, immer noch voll gültigen Nazi-Gesetz, was keine Schande für einen Rechtsstaat sein soll?) geldwerten und menschenbewirtschaftenden Nutzen aus nichtbremsbarem Steuernverbrauch ziehend,

einträchtige Zweckverbands-Verbundenheit von Kirche und Staat völlig legal wie festverdübelt und fester als in härtesten Beton gegossen in trauter Runde deutlich erkennbar demonstrierend.«

Aus »Extra Blatt«, Siegburg, 10. Februar 1999:
»Rhein-Sieg-Kreis- (asw) Oberstleutnant Uwe Pompluhn, Kommandeur des Wachbatallions und Oberstleutnant Michael Schramm, Chef des Stabsmusikkorps, konnten auch beim diesjährigen Neujahrsempfang viele Gäste begrüßen. Darunter zahlreiche Vertreter der Bundeswehr, Attachées befreundeter Staaten und Politiker aus Siegburg sowie der gesamten Region. Mit dabei auch Abt Placidus Mittler von der Abtei Michaelsberg (Foto mit Michael Schramm), der gute Wünsche für 1999 überbrachte.«

So wie 30 Jahre zuvor wäre mir der
geistliche Würdenträger so viel lieber gewesen:


Abt Placidus Mittler begrüßt hier keinen Soldaten, sondern einen menschlich erscheinenden Affen des Zirkus Althoff-Rudy-Brothers (Bildzitat aus dem Rhein-Sieg-Anzeiger vom 31.12.99)

 

Lernprothese für Langsam-Merker, Begriffsstutzige und amtskirchlich Zurechtgekrümmte:

Jesusferne Begriffe, beispielsweise »Streiter Gottes« und »Streiter Christi«, wurden im katholischen Gebet- und Gesangbuch »Im Heiligen Dienst« für die Deutsche Bundeswehr; Herausgeber Katholisches Militärbischofsamt, Bonn 1957, Seiten 126 und 160, gefunden. In diesem katholischen Gebet- und Gesangbuch für die Bundeswehr finden sich z. B. im Text der ersten Umschlagseite folgende abartigen Begriffe:

... Dienst für das Volk, Frucht meines Dienstes, straffe Ordnung, Hohe Schule, Zucht und Maß, dienen, sich bewähren, Gott rein und klar ins Auge schauen, Reinheit, Treue, Ehre, Würde, Verantwortung, sich eingliedern, selbstloser Kamerad, Gehorsam, Gottes Gesetze, Gewissen, Soldat Christi, Gottes Kämpfer, Streiter für Gottes Ehre, von Gott auferlegte Pflicht, und vor allem diese beiden Sätze:

1. »Ich tue nichts Schlechtes, auch wenn anscheinend Gutes daraus folgt, oder wenn es unter dem Schein des Guten verlangt wird.«

Anmerkung: Das ist der schönste Persilschein, der je aus einer Druckmaschine kam. Die Ausstellung »Vernichtungskrieg ? Verbrechen der Wehrmacht«, wird sie in irgendeiner Zukunft eine logische Fortsetzung bekommen? Ich habe keine Zweifel!

2. »Ich bin seit der Taufe Soldat Christi. Ich muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Ich streite für Gottes Ehre.«

 

Deshalb diese freundliche Anrede:

»Grüß Gott, Herr Abt, grüß Gott, Herr Oberstleutnant, kann einer von Ihnen vielleicht einiges erklären?

Wie ist Gottes Ehre beschaffen?

Wer von Ihnen kann »Streiter Christi«, »Streiter Gottes«, »Soldat Christi«, »Gottes Kämpfer«, »von Gott auferlegte Pflicht« und »Streiter für Gottes Ehre« im Zusammenhang mit einem katholischen militärischen Gebetbuch verstandesmäßig definieren? Ich möchte es ja auch kapieren!

Ist für Gottes Kämpfer der »Heilige Krieg« reserviert oder - völlig profan - stehen Gottes Kämpfer für jeden ordinären Krieg zur Verfügung?

Sind andere Soldaten ohne christliche Konfession auch Gottes Kämpfer oder kämpfen diese auf eigene religiöse Rechnung?

Wenn sich der Soldat als Gottes Kämpfer ähnlich einer bibelfesten "Kampfmaschine Gottes" nach dem Grundsatz "Ich muss Gott mehr gehorchen als den Menschen" ins Schlachtenkampfesgetümmel stürzt, geht er dann jedesmal vor Schlachtenkampfesgetümmelbeginn zu seinem Militärpfarrer, um sich nach Gottes Gehorsamsverordnung zu erkundigen?

Wem gehorcht der Soldat, der als Gottes Kämpfer Gott mehr gehorcht als den Menschen, jetzt mehr, dem katholischen Militärpfarrer oder dem Sturmangriffsführer, wenn dieser was ganz anderes will als der Militärpfarrer?
Wenn sich jedoch beide einig sind, der Soldat aber was anderes will als sie, wem gehorcht der Soldat dann überhaupt noch?

Ist es nicht eh egal, wem er gehorcht, solange er nur richtig schön und ausdauernd den anderen Soldaten den Schädel einschlägt und den notleidenden Waffenproduzenten ein bisschen Arbeit und Brot verschafft?

Darf ein Soldat Christi auf der einen Feindseite einem Soldaten Christi auf der anderen Feindseite im Schlachtenkampfesgetümmel den Schädel einschlagen? Folgt er damit der von Gott auferlegten Pflicht?

Wenn aber des »Soldaten Christi« Feind ein Jude oder Moslem ist (welche den gleichen Gott anbeten wie die Christen) und der Soldat Christi in diesem Schlachtenkampfesgetümmel jenem anderen Feind-Soldaten den soldatischen Schädel einschlägt, folgt er mit solcher Tat ebenfalls seiner von Gott auferlegten Pflicht?

Es heisst im katholischen Soldatengebetbuch: »Ich bin seit der Taufe Soldat Christi.« Aus welchem Grund wird man nicht so ohne alles Soldat Christi, sondern muß - um dies zu werden - erst einmal getauft werden? Hat das was mit der reichskonkordatisch-gesicherten Erhebung von Kirchensteuern zu tun?

Kann auch - wegen der Gleichberechtigung nach dem Grundgesetz - ein Nichtgetaufter Soldat Christi werden?

Wem - dem Juden, Christen oder Moslem - hilft Gott im Schlachtenkampfesgetümmel dann am ehesten? Dem, der kräftiger zuschlägt oder dem, der zuerst zuschlägt?

Was ist eigentlich ein militärisches Gebetbuch, wer hat es erfunden, und zu welcher missbräuchlichen Verwendungsart wird es benötigt?

Etwa als dringend notwendige »Verbesserung« der in Wirklichkeit bekloppten Logien des real unchristlichen und senilen Jesus Christus, des trotteligen Dorfdeppen aus Nazareth?

Gibt es irgendwo noch jene Scheinheiligen, die nicht nur katholische Soldatengebetbücher herausgeben, sondern vor allem immer wieder formulieren, dass man mit der Bergpredigt keine Politik machen könne?

Falls es diese Scheinheiligen gibt: Ja, um alles in der Welt, lieber Herr Abt und lieber Herr Oberstleutnant, kann man denn mit der Bergpredigt Krieg machen?«

 

  Beispiel für die praktische Anwendung von Volksverdummungsmaßnahmen:

In Hennef-Dambroich steht diese Gedenkstätte, vom Ungeist geschaffen:



Zwei eiserne Kreuze des Militarismus (Symbol für »gewalttätiges« Kriegführen und amtlich erlaubtes Töten) rahmen das Christenkreuz (Symbol für Frieden und Gewaltlosigkeit) ein.

Wieviel Gedankenlosigkeit! Wieviel Dummheit der Menschen, die dies alles nachdenkensfrei über sich ergehen liessen und auch heute noch ohne Nachdenken über sich ergehen lassen! Wieviel Ungeisteshaltung der Kirchen, die dies seit 325 n. Chr., seit Konstantin dem Großen, morallos zulassen!

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