Aufsätze und Essays zum Thema "Israel heute"

Hier: Publik Forum, Zeitung für kritische Christen; Verhöhnung palästinensischer Opfer

1973 - 2003
30 Jahre Verlag

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Siehe auch Fakten, Meldungen und Meinungen zum Terroranschlag auf das World Trade Center New York am 11. September 2001 vorzugsweise für Querdenker

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„Vier jüdische Gelehrte reden Tacheles"
... Ein nachdenkliches Dokument aus den USA

Zitat aus Publik Forum, der Zeitung angeblich kritischer Christen, Nr. 12 vom 29.06.01, Seiten 44 und 45, unter der Überschrift

" ... Juden und Christen stützen sich auf die Autorität ein und desselben Buches - die Bibel Die Juden nennen das Buch »Tenach«, und die Christen sagen »Altes Testament«. In diesem Buch suchen wir nach religiöser Orientierung, spiritueller Bereicherung und Gemeinschaftsbildung und ziehen aus ihm ähnliche Lehren: Gott schuf und erhält das Universum; Gott ging mit dem Volk Israel einen Bund ein, und es ist Gottes Wort, das Israel zu einem Leben in Gerechtigkeit leitet; schließlich wird Gott Israel und die gesamte Welt erlösen. Gleichwohl interpretieren Juden und Christen die Bibel in vielen Punkten unterschiedlich. Diese Unterschiede müssen immer respektiert werden.

Christen können den Anspruch des jüdischen Volkes auf das Land Israel respektieren. Für Juden stellt die Wiedererrichtung eines jüdischen Staates im Gelobten Land das bedeutendste Ereignis seit dem Holocaust dar. Als Angehörige einer biblisch begründeten Religion wissen Christen zu würdigen, dass Israel den Juden als physisches Zentrum des Bundes zwischen ihnen und Gott versprochen - und gegeben wurde. Wir wissen, dass jüdische Tradition gegenüber allen Nicht-Juden, die in einem jüdischen Staat leben, Gerechtigkeit gebietet.

Juden und Christen erkennen die moralischen Prinzipien der Tora an. Im Zentrum der moralischen Prinzipien der Tora steht die unveräußerliche Heiligkeit und Würde eines jeden Menschen. Wir alle wurden nach dem Bilde Gottes geschaffen. Dieser moralische Schwerpunkt, den wir teilen, kann die Grundlage für ein verbessertes Verhältnis zwischen unseren beiden Gemeinschaften sein. Darüber hinaus kann er auch zur Grundlage eines kraftvollen Zeugnisses für die gesamte Menschheit werden, das der Verbesserung des Lebens unserer Mitmenschen dient."

... Juden und Christen müssen sich gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Juden und Christen erkennen, ein jeder auf seine Weise, die Unerlöstheit der Welt, wie sie sich in andauernder Verfolgung, Armut, menschlicher Entwürdigung und Not manifestiert. Obgleich Gerechtigkeit und Frieden letztlich in Gottes Hand liegen, werden unsere gemeinsamen Anstrengungen zusammen mit denen anderer Glaubensgemeinschaften helfen, das Königreich Gottes, auf das wir hoffen und nach dem wir uns sehnen, herbeizuführen. Getrennt und vereint müssen wir daran arbeiten, unserer Welt Gerechtigkeit und Frieden zu bringen. In dieser Bemühung leitet uns die Vision der Propheten Israels."

ÜBERSETZUNG: CHRISTOPH MÜNZ


Meine Meinung hierzu: Das ist einfach furchtbar.

Im Zentrum der moralischen Prinzipien der Tora stehen keinesfalls unveräußerliche Heiligkeit und Würde eines jeden Menschen! Weshalb will das kaum jemand wahrhaben?

Nur hochentwickelter Religionsfanatismus kann verursachen, daß in Engstirnigkeit Ziele verfolgt werden, die geeignet sind, anderen Völkerschaften zu schaden. Rücksichtslos gehen Juden mit Menschen in einem Land um, das ihnen vor 1948, dem Jahr der Staatsgründung Israels, gehörte und aus dem sie nunmehr vertrieben worden sind. Gemeint sind die Palästinenser.

Dieses Verhalten firmiert bei mir unter Religionsrassismus und ist vom völkischen Rassismus der Nazis nicht weit entfernt.

Es gibt heutzutage keinen Anspruch des jüdischen Volkes auf das Land Israel sprich Palästina; denn jeder, der einen Anspruch auf ein Land, das nicht einfach menschenleer, sondern besiedelt ist, in Form von Landdiebstahl duchsetzen will, handelt nicht moralisch.

Dem sogenannten "Anspruch der Juden" folgte spontan der Widerstand der einheimischen palästinensischen Bevölkerung, dann deren Vertreibung, Flucht, Demütigung, Folterung und Vernichtung durch Töten. Die "moralischen Prinzipien" der Tora, wie sie vorstehend genannt sind, sind unmoralische Prinzipien, denn die Tora ist - sobald man in ihr zu lesen beginnt - eine leicht durchschaubare Anleitung für rücksichtslose Ausübung des Genozids zugunsten eigener Interessen. Dieser Beitrag ist eine Verhöhnung aller palästinensischer Opfer seit 1948, dem Jahr der Staatsgründung Israels.

Ich kann den Anspruch des gegenwärtigen jüdischen Volkes auf das palästinensische Land nicht respektieren.

Der Beitrag „Vier jüdische Gelehrte reden Tacheles" wurde in Publik Forum, die sich angeblich "Zeitung kritischer Christen" nennt, kritiklos übernommen. Das ist nach meiner Auffassung der eigentliche Skandal.
Lienhard Pallast

lienhard@pallast-publisher.com

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Tag der letzten Bearbeitung: 08.01.07

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